St. Augustinus


Die Kirche St. Augustinus ist ein bedeutendes Beispiel expressionistischer Architektur der Weimarer Republik. Die Innenausstattung des von den Architekten Josef Bachem und Heinrich Horvatin errichteten Baus ist bis heute erhalten.

Weithin sichtbar ist das vergoldete Kreuz, das die monumentale Turmfassade krönt. Gemeinsam mit dem Pfarrhaus und den Gemeinderäumen mit Innenhof bildet die Kirche einen zusammenhängenden Komplex. Über der Eingangshalle zieren Terracottareliefs der Kirchenpatrone Augustinus und Monika die Fassade.

Das kuppelgewölbte, rechteckige Kirchenschiff mit Seitenaltären in facettierten, goldfarbenen Nischen ist gegliedert durch Blendarkaden aus schraffiertem Kunststein, die sich im tonnengewölbten Chorraum zu Pfeilerarkaden steigern.

Der Aufsehen erregende Hochaltar ist als steile, gotisierende Stufenpyramide gestaltet. Er ist ein Meisterwerk christlicher Kunst des Expressionismus. Auf einer Mensa aus schwarzem Marmor schließt ein hoher, gestaffelter Altaraufbau aus blau glasierter Majolika ein Goldmosaik mit Augustinus und Monika ein, die in anbetender Haltung unter dem Kreuz stehen. Christi Leib ist in Holz ausgeführt und erwächst vollplastisch vor dem Goldgrund.

Vom Herbst 2006 bis zum Frühjahr 2007 wurde die Kirche umfassend saniert. Sie erhielt eine neue elektrische Anlage, eine modernisierte Beleuchtung, sowie eine neue Heizungs- und Mikrofonanlage. Die Farben wurden der ursprünglichen Farbgebung entsprechend erneuert. Die Wände und Decken leuchten wieder in hellem Blau und die Blendarkaden in hellem Terrakotta.

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Kirchenbauvereins St. Augustinus zu Berlin e.V., der sich für diese denkmalgerechte Innensanierung der St. Augustinus-Kirche engagiert hat.

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