Ein Pfarrer über Besatzung, Zerstörung, Pest, Hunger und Überleben -

der Dreißigjährige Krieg in der Prenzlauer Chronik Christoph Sürings

 

Vortragsabend in HF am 20. Februar

 

In der ersten der drei Handschriften seiner Chronik begleitet der Sohn eines

Prenzlauer Schneidermeisters Christoph Süring (1615-1672) seine Stadt in der Zeit

von 1585 bis 1653.

Vom Theologiestudium aus Königsberg in Preußen nach Prenzlau zurückgekehrt,

finanziert er sich zunächst als Hauslehrer und bewirbt sich um eine Pfarrerstelle,

auf die er 1655 berufen wird. Um sich möglicherweise dafür interessant zu machen,

hat er 1653 nach Aufzeichnungen der Vorfahren seiner Mutter sein Werk von schließlich

1200 handschriftlichen Seiten begonnen.

Auch wenn der Dreißigjährige Krieg zwischen 1627 und 1648 die dominierende Ereigniskette

für Prenzlau mit enormen Verlusten an Menschen, Wohnraum, Infrastruktur und Wohlstand

bildet, entsteht bei Süring keine Kriegsgeschichte der Stadt, sondern eine städtische Geschichte

während des Krieges. Man gewinnt so auch Einblicke in das zivile Geschehen, die zeigen,

wie man im Krieg lebte und überlebte.

 

Herzliche Einladung zum Vortragsabend des Diözesangeschichtsvereins!

 

Referent: PD Dr. Heinrich Kaak (Berlin/Potsdam)

Wann? Dienstag, 20. Februar 2018, 19.30 Uhr

Wo? Pfarrsaal Heilige Familie