Gedanken zum Monat

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste,

vor kurzem erhielt ich einen Brief mit einem Wort, das es in sich hat:

Den eigenen Ort segnen
da wo ich gerade bin
mich nicht fortwünschen
mich nicht fortdenken
mich nicht vergleichen
Sondern
den eigenen Ort pflegen, ausbauen
als Ort meiner Kraft
jeden Tag neu ihn betreten
Auch wenn er mir dunkel erscheint
gerade dort
meine Schätze ausbreiten
Darauf vertrauen
dass ich hier gebraucht werde
gerade hier
dass Menschen kommen werden
denen ich viel zu geben habe
Bereit werden
sie bei mir zu empfangen
voller Liebe
Sie tränken
sie nähren
sie segnen
Und ohne sie halten zu wollen
sie wieder entlassen

Wohl jede(r) kommt in die Versuchung, sich manchmal fortzuwünschen, zu meinen, er/sie hätte einen besseren Ort, bessere Menschen und eine bessere Aufgabe verdient. Aber es ist gut, dies nicht zu tun, sondern diesen Ort zu segnen: die Menschen, mit denen ich lebe, die Aufgabe, die ich habe, und hier meine Gaben, die wirklich Schätze sind, auszubreiten.

Wenn wir am 16. September das 90jährige Kirchweihfest in St. Augustinus und am 30. September Kirchweihfest in Heilige Familie feiern, wollen wir dies ausdrücklich tun: den eigenen Ort segnen: die Menschen, die kommen, und diejenigen, die nicht kommen und für die wir doch beten, weil wir mit ihnen leben, die beiden Kirchen, in denen wir uns versammeln, und die Aufgaben, die sich uns stellen. Und wir bitten Gott, dass wir als Gemeinde noch mehr ein Ort des Segens werden. Lassen Sie sich herzlich einladen!

Gemeinsam mit den Mitarbeitern grüßt Sie

Ihr Pfarrer Dr. Michael Höhle