Gedanken zum Monat

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste,

ich habe den Eindruck, dass wir in diesem Jahr der Corona-Pandemie den Urlaub noch mehr benötigen als sonst. Die vielen Nachrichten, Einschränkungen, Befürchtungen, Belastungen und Ohnmachtsgefühle haben in unserer Seele Spuren hinterlassen. Vielleicht werden die Urlaubsplanungen etwas anders aussehen als sonst: nicht so weite Ziele, Rücksichtnahmen… Dennoch wünsche ich uns allen, dass es uns gelingt, zu entspannen. In einem Gebet für den Urlaub von Carola Moosbach heißt es:

Das braucht seine Zeit,

bis die Tage den anderen Rhythmus lernen

und langsam im Takt der Muße schwingen.

Das braucht seine Zeit,

bis die Alltagssorgen zur Ruhe finden,

die Seele sich weitet und frei wird

vom Staub des Jahres.

Hilf mir in diese andere Zeit, Gott,

lehre mich die Freude und den frischen Blick

auf das Schöne.

Den Wind will ich spüren und die Luft will ich

schmecken,

Dein Lachen will ich hören, Dein Klang

und in alledem

Deine Stille.

Vielleicht gewinnen wir dann mit der Zeit eine andere Sicht der Dinge, einen Blick für das, was uns getragen hat, und wir können neue Worte finden. Ein Geschenk des Himmels heißt ein Gedicht von Petrus Ceelen:

Manche Menschen wissen nicht,

wie wichtig es ist,

dass sie einfach da sind.

 

Manche Menschen wissen nicht,

wie gut es tut

sie einfach zu sehen.

 

Manche Menschen wissen nicht,

wie tröstlich

ihr gütiges Lächeln ist.

 

Manche Menschen wissen nicht,

wie wohltuend

ihre Nähe ist.

 

Manche Menschen wissen nicht,

wie viel ärmer

wir ohne sie wären.

 

Manche Menschen wissen nicht,

dass sie ein Geschenk

des Himmels sind.

 

Sie wüssten es,

würden wir es ihnen

sagen!

Gemeinsam mit den Mitarbeitern grüßt Sie und wünscht Ihnen gute Erholung in den sommerlichen Tagen und dann einen guten Start, wenn wir im August wieder beginnen,

Ihr Pfarrer Dr. Michael Höhle