
Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Arbeiter für den Weinberg
Sonntag zu Hause
Wie oft muss ich vergeben?
Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 25. Sonntag im Jahreskreis (20.09.2026):
Lied
GL 477 Gott ruft sein Volk zusammen
Zur Ruhe kommen
Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:
Guter Gott!
Gebet
Gütiger Gott,du sagst JA zu uns, lädst uns ein.
Du willst, dass es uns gut geht.
Schenke uns den Mut, Dir zu vertrauen,
uns immer wieder neu auf Dich einzulassen,
zu vertrauen, dass Du unsere Wege mit uns gehst.
(nach Diözese Mainz)
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 20, 1-16)
In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer,
der früh am Morgen hinausging,
um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für den Tag
und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus
und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten.
Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Ich werde euch geben, was recht ist.
Und sie gingen.
Um die sechste und um die neunte Stunde
ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso.
Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging,
traf er wieder einige, die dort standen.
Er sagte zu ihnen:
Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben.
Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Als es nun Abend geworden war,
sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter:
Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus,
angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten!
Da kamen die Männer,
die er um die elfte Stunde angeworben hatte,
und jeder erhielt einen Denár.
Als dann die Ersten kamen,
glaubten sie, mehr zu bekommen.
Aber auch sie erhielten einen Denár.
Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn
und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet
und du hast sie uns gleichgestellt.
Wir aber
haben die Last des Tages und die Hitze ertragen.
Da erwiderte er einem von ihnen:
Freund, dir geschieht kein Unrecht.
Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart?
Nimm dein Geld und geh!
Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.
Darf ich mit dem, was mir gehört,
nicht tun, was ich will?
Oder ist dein Auge böse,
weil ich gut bin?
So werden die Letzten Erste sein
und die Ersten Letzte.
Gedanken zum Evangelium
- Auf den ersten Blick scheint es ungerecht zu sein, wenn alle gleich viel verdienen, egal wie lange sie gearbeitet haben. Aber es geht hier auch gar nicht um einen gerechten Lohn, sondern um die Liebe Gottes.
- Jesus sagt, dass Gottes Güte zu allen Menschen grenzenlos ist. Für Gott steht nicht im Vordergrund, was wir geleistet haben. Können wir ertragen, wenn Gottes Liebe jedem Menschen gilt, auch dem, den wir ablehnen, auch dem Feind?
- Danken wir Gott, dass er zu allen Menschen barmherzig ist und vertrauen wir darauf, dass er mit seiner Liebe gerecht ist.
Gebet
Gott des Lebens,
du bist immer für Überraschungen gut.
Während wir auf unser Recht pochen und das „konsequent“(!),
zeigst du uns,
was Gerechtigkeit aus dem Blickwinkel der Liebe bedeutet.
Wir bitten dich:
Schenke uns einen wachen Blick für das,
was wir und die Menschen um uns herum wirklich brauchen
und was uns allen zum Leben dient.
(nach Steyler Missionare)