
Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender: Der Weinberg
Sonntag zu Hause
Er wird den Weinberg an andere Winzer verpachten
Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 27. Sonntag im Jahreskreis (04.10.2026):
Lied
Zur Ruhe kommen
Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:
Herr Jesus
Gebet
Ohne Vorbehalt und ohne Sorgen
leg´ ich meinen Tag in Deine Hand.
Sei mein Heute, sei mein gläubig Morgen,
sei mein Gestern, das ich überwand.
Frag mich nicht nach meinen Sehnsuchtswegen,
bin aus einem Mosaik ein Stein.
Willst mich an die rechte Seite legen.
Deinen Händen bette ich mich ein. Amen.
(Edith Stein)
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 21, 33-42.44.43)
In jener Zeit
sprach Jesus zu den Hohepriestern
und den Ältesten des Volkes:
Hört noch ein anderes Gleichnis:
Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an,
zog ringsherum einen Zaun,
hob eine Kelter aus und baute einen Turm.
Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer
und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Erntezeit kam,
schickte er seine Knechte zu den Winzern,
um seine Früchte holen zu lassen.
Die Winzer aber packten seine Knechte;
den einen prügelten sie,
den andern brachten sie um,
wieder einen anderen steinigten sie.
Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal;
mit ihnen machten sie es genauso.
Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen;
denn er dachte:
Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Als die Winzer den Sohn sahen,
sagten sie zueinander: Das ist der Erbe.
Auf, wir wollen ihn umbringen,
damit wir sein Erbe in Besitz nehmen.
Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus
und brachten ihn um.
Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt:
Was wird er mit jenen Winzern tun?
Sie sagten zu ihm:
Er wird diese bösen Menschen vernichten
und den Weinberg an andere Winzer verpachten,
die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
Und Jesus sagte zu ihnen:
Habt ihr nie in der Schrift gelesen:
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
er ist zum Eckstein geworden;
vom Herrn ist das geschehen
und es ist wunderbar in unseren Augen?
Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschellen;
auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen.
Darum sage ich euch:
Das Reich Gottes wird euch weggenommen
und einem Volk gegeben werden,
das die Früchte des Reiches Gottes bringt.
Gedanken zum Evangelium
- Gott vertraut uns Menschen seinen Weinberg, die Schöpfung, an. Wir sind gerufen, für diesen Weinberg zu sorgen, damit er Frucht bringt für alle nach Gottes Heilswillen.
- Gott möchte, dass ich die Fähigkeiten, die er mir geschenkt hat, einsetze und so in seinem Weinberg tätig bin. Das Evangelium seines Sohnes von der Liebe zu allen Menschen soll mir dafür Richtschnur sein.
- Wie gehe ich mit dem Geschenk und Auftrag Gottes an mich um?
Gebet
Gott des Lebens,
du hast einen wunderbaren Weinberg gepflanzt,
hast uns als deine Mitarbeiter berufen
und uns viele Gaben dafür geschenkt.
Du erwartest süße Früchte.
Hilf uns, dass wir uns all dessen bewusst werden,
damit wir deine Liebe erwidern können
und für gute Früchte in deinem Weinberg arbeiten.
(nach: Steyler Missionare)