Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender: Die klugen und die törichten Jungfrauen

Sonntag zu Hause

Seid wachsam

Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 32. Sonntag im Jahreskreis (08.11.2026):

Lied

GL 554 Wachet auf, ruft uns die Stimme

Zur Ruhe kommen

Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:

Weck du mich auf

Gebet

Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere.

GL 7/2

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 25, 1-13)

In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich
wird es sein wie mit zehn Jungfrauen,
die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht
und fünf waren klug.
Die törichten nahmen ihre Lampen mit,
aber kein Öl,
die klugen aber nahmen mit ihren Lampen
noch Öl in Krügen mit.
Als nun der Bräutigam lange nicht kam,
wurden sie alle müde und schliefen ein.
Mitten in der Nacht aber erscholl der Ruf:
Siehe, der Bräutigam!
Geht ihm entgegen!
Da standen die Jungfrauen alle auf
und machten ihre Lampen zurecht.
Die törichten aber sagten zu den klugen:
Gebt uns von eurem Öl,
sonst gehen unsere Lampen aus!
Die klugen erwiderten ihnen:
Dann reicht es nicht für uns und für euch;
geht lieber zu den Händlern
und kauft es euch!
Während sie noch unterwegs waren, um es zu kaufen,
kam der Bräutigam.
Die Jungfrauen, die bereit waren,
gingen mit ihm in den Hochzeitssaal
und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen
und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Er aber antwortete ihnen und sprach: Amen, ich sage euch:
Ich kenne euch nicht.
Seid also wachsam!
Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Gedanken zum Evangelium

  • Was sind unsere „Lampen“? Die Sakramente Taufe, Firmung, Eucharistie, Predigt, Gemeinschaft im Gottesdienst, in der Gruppe. Das sind Voraussetzungen für ein gelebtes Christsein. Mache ich mir das immer wieder bewusst?
  • Wozu haben wir die „Lampen“? Wie die Stadt auf dem Berge soll unser Leben, unser Alltag Licht bringen in eine oft trübe Welt. Was ist mein „Öl“, welche Gabe habe ich und daraus folgend welche besondere Aufgabe?
  • „Der gegenwärtige Augenblick ist das Fenster, durch das Gott in dein Leben schaut.“ (Meister Eckart). Wenn ich mir das bewusst mache – jeden Augenblick ist Jesus mein Begleiter, kann ich daraus Kraft schöpfen für meine Aufgaben, meinen Alltag, meinen Lebensweg.
  • Wachsam sein bedeutet bereit sein für den Nächsten und für Gott, vorbereitet auf Tag und Stunde meiner endgültigen Begegnung mit ihm.

Gebet

Gott, du bist das Gute in meinem Leben. Lass mich deine Güte ausstrahlen in dieser oft so unguten Welt.

Gott, du bist die Liebe in meinem Leben. Lass mich Liebe schenken in dieser oft lieblosen Welt.

Gott, du bist die Hoffnung in meinem Leben. Lass mich Hoffnung stiften in dieser oft hoffnungslosen Welt.

Gott, du bist die Freude in meinem Leben. Lass mich Frohsinn verbreiten in dieser oft so unfrohen Welt.

Lied

GL 549 Es wird sein in den letzten Tagen